Herzlich willkommen an der Ferdinand-Tönnies-Schule Husum

Ferdinand-Tönnies-Schüler erinnern der Opfer des Nationalsozialismus

26.01.2018

Üblicherweise wird am 27. Januar eines jeden Jahres der Opfer des NS-Regimes gedacht – auch an der Ferdinand-Tönnies-Schule in Husum. Da der 27. Januar 2018 auf einen Samstag fällt, wurde die Gedenkveranstaltung in diesem Jahr völlig neu konzipiert. Lehrkraft Torben Lorenzen und zahlreiche Schülerinnen und Schüler gingen in diesem Jahr völlig neue Wege, um die Erinnerung an die Gräueltaten der Nationalsozialisten lebendig zu halten.

Herr Lorenzen erklärte: „Wir sind in dieser Woche mit den Schülerinnen und Schülern der neunten und zehnten Klassen zu Fuß zur Gedenkstätte in Schwesing gegangen. Damit sollte unter anderem der Leidensweg der Insassen des Schwesinger Konzentrationslagers, ein Außenlager des Hamburger KZ Neuengamme, nachvollzogen werden.“

Torben Lorenzen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Erinnerung bei den Schülerinnen und Schülern der FTS-Husum hoch zu halten, organisierte mit den Klassenleitungen des neunten und zehnten Jahrgangs nicht nur die Gedenkmärsche, sondern bot den Zehntklässlern am 25. Januar im Foyer der Schule mit seinem Kurs „WPU 9 – Gestalten“ szenische Darstellungen aus dem Alltag der Insassen des KZ Ausschwitz-Birkenau. Gezeigt wurden unter anderem die Ankunft neuer Häftlinge, die Brutalität der Wachen, der Befehlsgehorsam der verschiedenen Kommandos und die Hilflosigkeit der Häftlinge.
Die gezeigten Szenen basierten auf Augenzeugenberichten aus dem Buch „Erzählt es euren Kindern – Der Holocaust in Europa“ von Stéphane Bruchfeld und Paul A. Levine. Konkret wurde dabei das Kapitel „Die 600 Knaben“ genutzt.

Im Anschluss begaben sich die Klassen 10a und 10b zur Kranzniederlegung auf den Ostfriedhof an der Flensburger Chaussee. Schülersprecher Nis Hansen hielt im Rahmen der Kranzniederlegung eine emotionale Rede, in der er anmahnte, dass sich Vorkommnisse wie unter dem Nazi-Regime nicht wiederholen dürfen. Er erinnerte an die Schuld unserer Vorfahren und forderte die „junge Generation“ auf, Ignoranz und Ungerechtigkeit die Stirn zu bieten und für unsere demokratischen Grundwerte einzutreten. Anschließend bat er um eine Schweigeminute, die die Gedenkfeier abschloss.

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